Das wöchentliche Newsletter-Coaching für souveräne Führung ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌  ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ 
                                                           
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04.08.2021
 
Führen ohne Berge
 
 
  Liebe Leserinnen und Leser,

immer wieder erreichen mich Fragen von Leserinnen und Lesern. So erzählte beispielsweise Birgit, dass ihr Arbeitgeber seit 20 Jahren den Juli als seinen Urlaubsmonat blockiere – obwohl er keine Kinder habe. Ihre Frage: „Ist das rechtlich zulässig?“

Frank schrieb mir, seine Führungskraft setze täglich drei bis vier Meetings an. Seine Frage: „Ist das richtig, dass man so viele Sitzungen am Tag macht und dann auch direkt hintereinander?
Und ist es normal, dass man die Sitzungen kurzfristig verlegt?“

Nach meinem Newsletter über Konversationsnarzissten, die in Gesprächen immer wieder den Fokus auf sich selbst lenken, erreichte mich eine Rückmeldung von Martine. Sie habe oft mit Menschen dieses Schlags zu tun. Ihre Frage: „Was kann ich da tun?“

So verschieden diese drei Fragen sind, es gibt eine Gemeinsamkeit. Denn in Wahrheit geht es gar nicht darum, ob etwas erlaubt ist, ob es normal ist, ob es richtig ist oder falsch. Es geht um ein Verhalten des Gegenübers und was es in der Person auslöst. Ärger. Stress. Frust. Genervtheit.

Deshalb ist meine Antwort auf diese drei Fragen immer dieselbe: WWW - das steht für Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch und ist die Zauberformel für konstruktives und wertschätzendes Feedback.

Zur Erinnerung: Bei Feedback geht es nicht darum, dass Ihr Gegenüber etwas falsch gemacht hat. Sondern darum, wie das Verhalten Ihres Gegenübers auf Sie wirkt. Die WWW-Formel ist ein Hilfsmittel, um Ihre Rückmeldung in Worte zu fassen.

Birgit könnte sagen:

  • „Mir ist aufgefallen, dass Sie seit vielen Jahren im Juli in den Urlaub gehen. (Wahrnehmung)
  • „Dadurch ist es für mich nie möglich, im Juli Urlaub zu nehmen (und das ärgert mich). (Wirkung)
  • „Ich wünsche mir eine Lösung, bei der auch für mich ein Urlaub im Juli möglich ist.“ (Wunsch)

Frank könnte sagen:

  • „In letzter Zeit haben wir oft drei bis vier Meetings pro Tag.“ (Wahrnehmung)
  • „Ich mache mir Sorgen, dass ich meine Arbeit nicht schaffe, weil die Meetings sehr viel Zeit in Anspruch nehmen.“ (Wirkung)
  • „Ich bitte Sie, die Zahl der Meetings zu reduzieren, damit ich mehr Zeit für meine Kernaufgaben gewinne.“ (Wunsch)

Martine könnte sagen:

  • „Mir fällt auf, dass du sehr schnell eingehakt hast, um über deine eigenen Erfahrungen zu sprechen.“ (Wahrnehmung)
  • „So konnte ich gar nicht zu Ende erzählen, was bei mir los ist. Für mich fühlte es sich so an, als würdest du mir gar nicht richtig zuhören.“ (Wirkung)
  • „Bitte lass mich ausreden und versuche, dich gedanklich mit meinem Problem auseinanderzusetzen.“ (Wunsch)


Gute Frage:
Diese Woche richtet sich die gute Frage mal wieder direkt an Sie: Über wen haben Sie sich kürzlich geärgert und warum? Geben Sie dieser Person mit der WWW-Formel ein Feedback. Und wenn Sie Lust haben: Schreiben Sie mir gern, wie es Ihnen dabei ergangen ist.

Herzliche Grüße
 
 
 
   
 






Angelika Unger
Businesscoach und Leiterin der impulse-Produktentwicklung
 
 
 
Impulse Medien GmbH | Sitz: Hamburg, Amtsgericht Hamburg HRB 125815
Geschäftsführer: Dr. Nikolaus Förster
 
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