impulse || Erfolgreich texten Onlineversion
 
 
 
23.10.2020
 
 
 
  Hallo Daniel Kause,

wenn ich mit Unternehmern gemeinsam neue Texte schreibe, zum Beispiel für deren Firmenwebsite, dann fühle ich mich regelmäßig peinlich berührt. Denn die Unternehmer sagen dann häufig sowas wie:

„Mensch, für diese drei Sätze hätte ich schon wieder drei Tage gebraucht.“

Oder: „Wie machen Sie das, dass ihnen immer genau die passenden Worte einfallen?“

Oder: „Genial – das ist genau das, was ich immer sagen wollte, für das ich aber nie die richtigen Worte gefunden habe.“

Ich freue mich dann, aber ich schäme mich auch. Ich bin nämlich weder genial noch hochbegabt. Ich texte einfach mit System.

Ich eliminiere zum Beispiel Hauptwörter

Verben machen einen Text stark. Hauptwörter machen ihn lahm. Das gilt vor allem für solche, die auf „ung“, „keit“ oder „heit“ enden.

Nehmen wir an, ein Gebäudereiniger schreibt auf seiner Website:

„Die Erfolgsformel für Gebäudedienstleistung ist Kostensenkung und Qualitätssicherung.“

Dann schrillt bei mir sofort die Hauptwort-Alarmglocke: drei „ung“-Wörter in einem Satz!

Das geht doch viel einfacher! Etwa so:

„Unsere Erfolgsformel: Wir reinigen Ihr Gebäude gründlich UND günstig.“

Ich werde konkret

„Digitalisierung“, „Praktikabilität“ „Moderne Kommunikationsformen“. Wissen Sie, was damit genau gemeint ist? Ich nicht. Und das ist doof. Denn wer seinen Lesern oder Kunden ein Rätsel aufgibt, der ist alles andere als überzeugend.

Ein Versicherungsmakler schrieb mir etwa:

„Wir bieten eine bedarfsorientierte Beratung […]. Von uns erhalten Sie ein individuelles, passgenaues Gesamtkonzept; modern und wandlungsfähig.“

Wörter wie „modern“ und „wandlungsfähig“ klingen erstmal positiv. Aber was ist damit eigentlich gemeint?

Werden Sie konkret, zum Beispiel so:

„Wir verkaufen Ihnen ein Versicherungspaket, das zu Ihnen passt: Sie bekommen nicht weniger – aber definitiv auch nicht mehr, als Sie brauchen. Und wenn Sie heiraten, Kinder kriegen, ein Haus bauen? Dann passen wir Ihre Versicherung einfach an.“

Ich teile die Überschrift in zwei Teile

Wenn ich Überschriften texte, dann unterteile ich diese oft: In den ersten Teil schreibe ich, WELCHES Kundenproblem das Unternehmen löst. In den zweiten Teil schreibe ich, WIE oder WOMIT das Unternehmen das Kundenproblem löst.

Beispiel: Auf der Website einer Kochschule ist die Überschrift einfach „Kochkurse“.

Besser wäre es, genau zu beschreiben, was der Teilnehmer von den Kochkursen hat:

„Ihre Gäste werden begeistert sein – Kochkurse für Anfänger.“ (Mit dieser Überschrift machen wir übrigens gleich auch noch klar, wer die Zielgruppe ist.)

Oder: Auf der Website einer PR- und Textagentur stand: „Ziehen Sie mit meiner Hilfe Ihre Wunschkunden an“.

Daraus haben wir gemacht: „Gemeinsam ziehen wir Ihre Wunschkunden an – mit Texten und Pressearbeit, die herausstechen.“

Und erst gestern habe ich die Website eines Unternehmens neu getextet, das Sportkurse für Kinder anbietet. Bisher war die Überschrift auf der Seite einfach „Willkommen bei XXX“.

Jetzt haben wir getextet: „Wir bringen Dein Kind in Bewegung – XXX: Ballsport für Kinder ab zwei Jahre“ (auch hier benennen wir die Zielgruppe gleich in der Überschrift).

Ich ergründe genau, was die Zielkunden sich wünschen

Viele Unternehmen sagen nur, WAS sie bieten, aber nicht, was ihr Kunde davon hat. Aber nur, wer die Motive seiner Kunden genau kennt, ihre Wünsche, ihre Sorgen, ihre Träume, der kann mit seinen Worten genau ins Schwarze treffen. Will der Kunde Geld sparen? Gesund bleiben? Attraktiver, schöner, erfolgreicher werden? Ein Risiko vermeiden? Sich Arbeit ersparen? Anerkannt werden? Sich sicher fühlen? Seinen Kindern etwas Gutes tun?

Beispiel: Ein Frisör kann auf seiner Website schreiben, dass er besonders lange Öffnungszeiten bietet. Etwa so: „Bei uns gibt es Termine von 6 bis 22 Uhr.“

Überzeugender wird’s aber, wenn der Frisör direkt beschreibt, was ein Kunde davon hat, zum Beispiel so: „Bloß keinen Stress: Wir schneiden, wenn es Ihnen passt! Frisörtermine von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends”. Oder: „Nie wieder von der Arbeit zum Frisör hetzen. Wir vergeben Termine von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends.”

Sie merken schon: Texten ist kein Hexenwerk. Aber gute Texte können zaubern.

Wenn Sie auch überzeugende Texte schreiben möchten für Ihre Website, für Flyer, für Broschüren, dann sind Sie in diesem Newsletter richtig. Beim nächsten Mal zeige ich Ihnen, welche Worte Ihren Text stärker machen.

Herzliche Grüße

Nicole Basel
 
 
  ST_NL_Kopf_Nicole  
 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
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